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KÜNSTLERPORTRAITS MICHAEL KORINTH

KÜNSTLERPORTRAITS MICHAEL KORINTH


Zur Person:

1. Drei Aspekte, die Dich definieren:
 
Verläßlichkeit, Anstand, Ideenreichtum.
 
2. Ich arbeite gerade an:
 
der Vorbereitung einer Ausstellung, die ich mit meiner Frau zusammen am 30. September in Hamm/Westfalen eröffnen möchte. Das wird ein interessantes Zusammenspiel, denn ich habe ihre Bilder bei der Ausstellung auf Schloß Wustrau im Januar photographiert. Im Glas spiegelt sich der Schloßpark und so ist etwas ganz Neues entstanden. Wir wollen das nebeneinander hängen.

3. Mich beschäftigt gerade das Thema…

Sprache und Übersetzung, wieder einmal. Durch das wundervolle Buch „Das Gewicht der Worte“ von Pascal Mercier angeregt, lese ich ein Buch gleichzeitig auf Italienisch und Deutsch (nur auf Italienisch könnte ich das nicht). Es ist sehr spannend, die Details der Übersetzung nachzuvollziehen, wobei ich die deutsche Fassung (Die stumme Herzogin von Dacia Maraini) lyrischer, schöner finde.
 
4. Gibt es ein Buch, ein Lied, ein Gedicht, ein Bild, die dich geprägt haben? 

Die Werke von Thomas Mann haben mich lange Zeit sehr beschäftigt, manche Opern kann ich fast auswendig und viele Bilder faszinieren mich seit Langem, aber ich könnte nicht sagen, daß mich einzelne Werke geprägt hätten.
 
Zur Kunst

5. Wann und wie hast du Kunst für dich entdeckt?

Die Musik hatte schon immer einen großen Stellenwert für mich, erst Pop, dann mehr und mehr klassische Musik und dann die Oper. Leider bin ich nur sehr begrenzt musikalisch, so daß ich Musik meist nur als Zuhörer erlebe. Als Student habe ich dann das Photographieren entdeckt, später habe ich viele Videos gemacht, vielfach mit einem künstlerischen Anspruch. Besonders interessant finde ich dabei Spiegelungen, gerade, wenn sie das Objekt nicht exakt, sondern verfremdet widerspiegeln. In der Malerei habe ich lange Zeit nur die klassischen Bilder etwa des 19 und beginnenden 20. Jahrhundert geschätzt. Als meine Frau zu malen begann, hatte ich natürlich einen unmittelbaren Zugang zur zeitgenössischen Malerei, der mein Leben sehr bereichert hat. Gleichwohl empfinde ich manche Formen zeitgenössischer Darstellung nicht als sehr schön, auch wenn sie für sehr viel Geld gehandelt werden.KÜNSTLERPORTRAITS MICHAEL KORINTH

Vor der Leinwand


Das Photographieren beginnt mit dem Betrachten der Wirklichkeit. Im Laufe der Jahre habe ich natürlich einen speziellen Blick für Motive entwickelt, vielfach hat meine Frau dann noch Ideen (mancher Spaziergang wird daher länger als erwartet…). Wenn ich erstmal an einem Motiv dran bin, kommen dann häufig weitere Ideen, das Ganze aus einer anderen Perspektive oder mit einer anderen Technik aufzunehmen. Die Nachbereitung am PC ist aber unbedeutend.
  Unter den magischen Linden 
8. Möchtest du deine Kunst interpretieren? Oder: Worum geht‘s dir in deiner Kunst? Was soll ein Kunstwerk haben um dich anzusprechen?

Ach das kann ich gar nicht so genau sagen. Die Kunst muß eine Saite in der Seele des Betrachters zum Klingen bringen. Wodurch das geschieht und welche Saite da klingt, ist individuell sehr unterschiedlich und läßt sich schwer vorhersagen. Ich möchte meine Photos meist auch nicht interpretieren, jeder soll sie auf sich wirken lassen. ­­­­­9. Warum bist du Mitglied im K.R.S.?

Da meine Frau schon seit 2019 Mitglied ist, hatte ich Kontakt mit vielen Mitgliedern, die ich als sehr bereichernd empfand. Das betrifft nicht nur künstlerische Anregungen, sondern auch menschliche Beziehungen.
 
10. Mit welchen Schwerpunkten engagierst du dich im K.R.S.?

Ich möchte mich aktiv in den Gedanken- und Ideenaustausch einbringen, natürlich mit dem Schwerpunkt Photographie. ­­